Geistliche Ängste & anstößige ungewollte Gedanken

Serotonin, medizinische Behandlung, Antidepressiva & die Bibel

Christliche Hilfe

cure for guilt

By Grantley Morris

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      Medizinische Betrachtungen

      Bei Ärzten ist es tragischerweise gängig, dass sie Menschen mit Zwangsgedanken fehlerhaft diagnostizieren und zum Ergebnis kommen sie hätten eine Depression, bipolare Störung, ADHS, Autismus oder Schizophrenie. Studien belegen dass in den USA im Durchschnitt neun Jahre vom Ausbruch einer Zwangserkrankung bis zu deren korrekter Diagnose vergehen und erstaunlicherweise vergehen dann weitere acht Jahre bis sie passend behandelt werden. Doch wenn es schon schwierig ist den Mut und das Wissen zu einer Behandlung der normalen Zwangserkrankungen aufzubringen, ist es bei Bedenken gewöhnlich noch wesentlich schwieriger. Nur wenige Menschen die an religiösen Zwangsgedanken leiden erkennen überhaupt dass sie ein medizinisches oder psychologisches Problem haben.

      Es ist zum Beispiel wesentlich leichter zu erkennen dass täglich fünfzig maliges Händewaschen unnormal und nicht wünschenswert ist, als wenn sich die Zwangserkrankung in einem übermäßig sensiblen Gewissen oder dem Bedürfnis stundenlang zu beten oder den Glauben zu bezeugen, äußert. Tatsächlich ordnen Menschen mit Bedenken ihr übermächtiges, anklagendes Gewissen was ihren geliebten Retter betrifft falsch ein. Sie fühlen sich zu exzessiver Hingabe gezwungen, die aber letztlich nur zu Unzulänglichkeitsgefühlen und Burn-Out oder der falschen Annahme dass die Bibel sie als unverzeihlich verdammt, führt, und weil die Angst sich wie ein unstillbares schuldiges Gewissen anfühlt sind sie geneigt hartnäckig an dieser Einbildung festzuhalten, ganz egal wie viele Pastoren, Theologen oder geistliche Führer ihnen etwas anderes sagen. Ebenso ist es einfacher sich einzugestehen dass man an einer rein psychologischen Krankheit leidet wenn man sich genötigt fühlt dauernd zu prüfen ob alles abgeschlossen ist, als wenn man sich genötigt fühlt den Heiligen Geist zu verfluchen. Diese ernstzunehmenden Hindernisse auf der Suche nach Hilfe werden durch manche Christen sogar noch vergrößert, die zwar keine Skrupel haben menschliche Hilfe in Anspruch zu nehmen wenn sie ein Problem mit ihren Wasserleitungen haben, aber irgendwie befürchten es könnte geistlich nicht in Ordnung oder ein Mangel an Glauben sein bei einem medizinischen oder psychologischen Problem menschliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

      Als Wissenschaftler und als jemand der sein gesamtes Leben der anklagefreien Hilfe anderer Menschen gewidmet hat, finde ich es ärgerlich, dass fast jedes mögliche natürliche Heilmittel für jede Krankheit weniger exakt erforscht und getestet wurde, als die Substanzen mit denen Arzneimittelhersteller Geld verdienen können. Es gibt viele wissenschaftlich basierte Beweise für Medikamente die bei Zwangserkrankungen helfen können (obwohl, da jeder unterschiedlich darauf reagiert, die am besten funktionierende Medikation wahrscheinlich nur mit Geduld und Ausprobieren gefunden werden kann). Allerdings gibt es einige wissenschaftliche Anhaltspunkte dafür das einfache Dinge wie z.B. Vitamine vergleichbar wirksam sein können und das oftmals bei geringeren Kosten und weniger Nebenwirkungen. Da ich keine medizinische Ausbildung besitze sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen, sogar bevor sie beginnen es mit Vitaminen zu versuchen, aber falls sie bisher noch keine medikamentöse Therapie in Anspruch genommen haben würde ich, nachdem Sie medizinischen Rat eingeholt haben, vorschlagen es zuerst mit Inositol zu versuchen, einer lebenswichtigen, allem Anschein nach harmlosen, in jeder Körperzelle natürlich vorkommenden Substanz. Obwohl der derzeitige Anteil wissenschaftlicher Beweise weniger zwingend für die Effektivität von Inositol als für eine gesicherte Medikation spricht, hat es dafür wahrscheinlich weniger Nebenwirkungen. Informationen über Inositol und andere einfache, natürliche Heilungsmethoden werden auf einer anderen Webseite bereitgestellt (Natural Cures for Anxiety-Related Illnesses), aber ich schlage vor sie lesen zuerst diese Seite hier weiter und beschäftigen sich später mit der anderen Webseite.

      Wenn ich von Medikation spreche, denken sie bitte nicht einen Moment ich würde Sie betäuben oder irgendeiner Art und Weise ruhigstellen wollen. Ich möchte dass Sie einen scharfen und keinen betäubten Verstand haben und der Weg zu geistiger Klarheit für sie, durch Verbesserung ihrer Gesundheit und besonders dadurch dass alle körperlichen Anomalien und Ungleichgewichte, die das Potential haben den Verstand oder die Wahrnehmungen zu verzerren, erleichtert wird.

      Unsere Körper sind hochkomplex und hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab. Sollte ein Ungleichgewicht unsere Körper davon abhalten normal zu funktionieren, kann es möglicherweise nicht nur unser körperliches Wohlbefinden sondern auch unsere Gefühle, Emotionen, Wahrnehmungen und den klaren Verstand beeinflussen.

      Hier einige bekannte Beispiele:

        *Ein niedriger Blutzuckerspiegel kann gestörte geistigen Funktionalität, Reizbarkeit, Verwirrung, Sprachprobleme, Angst, Paranoia und/oder Aggression auslösen.

        *Sauerstoffmangel (wie bei der Höhenkrankheit) kann Verwirrung, Ungeschicklichkeit und Straucheln auslösen. Die ersten Anzeichen können nicht charakteristisches Verhalten wie Antriebslosigkeit, überbordende Emotionen oder Gewalt sein.

        *Mangel an Sonnenlicht kann Depressionen (z.B. Winterdepressionen) auslösen.

        *Schlafmangel kann Lern-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Stimmungsschwankungen, verminderte Stresstoleranz auslösen und die Fehleranfälligkeit/Unfallgefahr steigern. Massiver Schlafmangel führt oftmals zu Halluzinationen.

        *Hormonelle Ungleichgewichte können alle Arten von Stimmungsschwankungen inkl. Wochenbettdepressionen (nach der Geburt) auslösen.

      Sollte es ihrem Körper an Eisen mangeln und würde dies Ihre Gesundheit angreifen, würden Sie dann einer künstlichen Zufuhr von Eisen widersprechen? Sollten sie einen Arzt zu konsultieren bestätigt dieser, dass sie von einer künstlichen Eisenzufuhr profitieren würden, ich denke es wäre sogar Sünde es nicht zu tun weil:

        1. Unsere Körper ein Tempel für den Heiligen Geist sind und wir uns daher um sie kümmern sollten.

        2. Wie im Gleichnis der Talente beschrieben haben wir eine Verantwortung vor Gott, mit den Dingen die Gott uns anvertraut hat verantwortungsvoll umzugehen.

      Wenn Ihnen jemand freundlicherweise ein neues Auto zur Verfügung stellt, wäre es respektlos gegenüber dem Geber das Auto verkommen zu lassen, indem man keinen Ölwechsel oder Ähnliches macht. Genauso ist es respektlos gegenüber dem Geber unserer Körper nicht alles zu tun was wir können um uns selbst bei bester Gesundheit zu halten. Wir müssen eines Tages Rechenschaft gegenüber Gott ablegen, sollten wir in unserem Leben weniger erreichen, weil wir es zugelassen haben, dass wir körperlich am Boden waren.

      Dasselbe wird passieren wenn wir in unserem Leben weniger erreichen als uns möglich ist, weil wir zulassen dass unsere Psyche uns belastet und wir keine Nahrungsergänzungsmittel einnehmen falls wir an einem Mangel leiden. Genau wie eine Vergiftung ein chemisches Ungleichgewicht verursacht dass die eigene Fähigkeit, zum klaren Denken und der Versuchung zu widerstehen, einschränkt, verursachen dies auch andere chemische Ungleichgewichte, die im Körper auftreten können.

      Menschen mit religiösen Zwangsstörungen fühlen sich entweder geistlich minderwertig gegenüber den meisten anderen Christen, oder realisieren dass sie es schwerer haben als die meisten Christen. Nur Wenige erkennen, dass der eigentliche Grund körperlicher und nicht geistlicher Natur ist. Die Korrektur eines körperlichen Ungleichgewichts, welches das eigene Denken beeinträchtigt, gibt diesen Menschen (scherzhaft gesagt) einen Vorsprung verglichen zu dem wo sie wären, wenn sie weiter unter der Störung gelitten hätten, aber es ist kein Vorsprung zu dem wo gesunde Menschen sich befinden. Das Handicap wissentlich beizubehalten indem man sich der Korrektur eines Ungleichgewichts verweigert ist geistlich genauso unverantwortlich wie sich absichtlich einer grauenhaften Versuchung auszusetzen. Genau wie nüchtern zu sein, beseitigt auch die Korrektur eines Ungleichgewichtes in keiner Weise das Bedürfnis an geistlichen Waffen, geistlichen Segnungen usw., es erlaubt einem Menschen ganz einfach mehr der grundlegenden Ressourcen zu nutzen, die anderen Christen beim Umgang mit Versuchungen helfen.

      Zu verweigern was immer für einen funktionierenden Körper nötig ist, ist weder geistlich noch mannhaft. Es ist schlicht unverantwortlich. Was würdest du von einem Pornosüchtigen denken, der über seine Sucht zutiefst beschämt ist und dauernd betet davon befreit zu werden und trotzdem darauf besteht seine Pornosammlung zu behalten? Genau wie es entehrend für Gott ist, wenn man sich sexuelle Unverdorbenheit wünscht und sich dennoch aus irgendwelchen verdrehten Gründen weigert die Versuchung zu verkleinern, indem man seine Pornosammlung entsorgt, so entehrt man Gott auch wenn man medizinische Hilfe zur Verringerung von religiösen Zwangsstörungen verweigert. Solange man keinen handfeste medizinische Hinweis hat, dass man sich in der außergewöhnlichen Situation befindet, dass der eigene Körper eine starke negative Reaktion gegen jede geeignete Medikation aufweist, schulden Sie es Gott jede medizinische Möglichkeit das Ausmaß der religiösen Zwangsstörungen zu mindern, hartnäckig zu verfolgen.

      Es gibt keinen Christen auf dem Planeten der nicht in Versuchung geführt wird und wie bereits angemerkt, scheint es nur logisch anzunehmen dass Dämonen bei den meisten Anfechtungen eine Rolle spielen. Sicherlich hat der Teufel nicht die göttliche Macht überall gleichzeitig zu sein, sollte er daher involviert sein, kann es nur durch seine Untergebenen sein. Dämonen sind nichts worüber man ausflippen müsste, wir sollten einfach versuchen ihre Versuche uns zu betrügen zu enthüllen und zu widerstehen. Mit diesem Wissen, einem klaren Verstand und der Erfahrung von buchstäblich hunderten von Menschen mit religiösen Zwangsstörungen, kam ich zwingend zum Schluss ,dass die Versuchung nicht zu tun was immer man tun kann um ein körperliches chemisches Ungleichgewicht zu korrigieren, nicht nur unlogisch ist, sondern auch dämonisch befeuert. Es ist unbestreitbar dass Dämonen viel zu gewinnen und das Königreich Gottes viel zu verlieren hat, wenn Christen von Dingen ferngehalten werden die ihnen erlauben klarer zu denken.

      Eine Behandlung in Anspruch zu nehmen heißt ihren Glauben in die Tat umzusetzen. Es ist ein kühnes Bekenntnis zur geistlichen Welt, dass sie durch Christus akzeptiert und gereinigt werden und dass ihr Problem daher physischer und nicht geistlicher Natur ist – eine medizinische Sache, kein Hinweis darauf dass Christus nicht in der Lage wäre zu retten oder nicht retten wollen würde.

      Bei Serotonin handelt es sich um eine körpereigene Substanz, die für die Gesundheit grundlegend ist. In seiner Rolle als Neurotransmitter erfüllt es eine lebenswichtige Hirnfunktion. Behandlungen von Zwangsstörungen zielen gewöhnlich darauf ab den Serotonin Level zu beeinflussen und sind in der Medizin unter dem Ausdruck Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer bekannt. Fälschlicherweise werden sie in der Öffentlichkeit häufig als Antidepressiva gleichbezeichnet. (Es ist nicht ungewöhnlich dass ein Medikament bei verschiedenen Krankheitsbildern verschrieben wird. So ist Chinin zum Beispiel die erste effektive Behandlungsmethode für Malaria wird aber auch für die Behandlung von Arthritis und sogar Lupus eingesetzt.) Diverse Medikationen die Menschen mit Zwangsstörungen helfen, können vielleicht auch Menschen mit Depressionen helfen, aber deren eigentliche Funktion ist es ein Ungleichgewicht der Serotoninkonzentration im Gehirn auszugleichen. Dieses chemische Ungleichgewicht scheint ein Schlüsselfaktor bei Zwangserkrankungen und den damit einhergehenden irreführenden Schuldgefühlen und ungewollten Gedanken zu sein. Manchmal ist eine höhere Dosis für die Behandlung von Zwangserkrankungen notwendig als für die Behandlung einer Depression. Es ist allerdings unerlässlich sich professionellen medizinischen Rat einzuholen, bevor man Medikamente einnimmt oder mit alternativen Heilverfahren beginnt. So ist es zum Beispiel durchaus möglich eine nicht diagnostizierte bipolare Störung zu haben, die sich durch viele der sonst üblicherweise zur Behandlung von Zwangsstörungen eingesetzten Antidepressiva, verschlechtern kann.

      Interessanterweise wurde in Versuchsreichen mit Placebos festgestellt, dass ein hoher Anteil depressiver Menschen bei der Einnahme wirkungsloser Medikamente von einer Verbesserung ihrer Depression berichtete, wohingegen nur sehr wenige Menschen mit Zwangsstörungen auf Placebos ansprachen.

      Es wurde festgestellt, dass die Behandlung von Zwangsstörungen durch die Kombination von zwei oder mehr Medikamenten manchmal effektiver war. Wenn bei einem bestimmten Patienten eine Behandlung eine unerwünschte Nebenwirkung aufweist gibt es oft eine alternative Behandlung, die genauso effektiv und ohne Nebenwirkung ist. Tatsächlich erwähnte der Arzt meiner Mutter, dass es genaugenommen 4 Klassen von Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern gibt. Sie musste alle vier versuchen bis schließlich ein für sie passender gefunden wurde. Abrupter Einnahmestopp kann zu zusätzlichen Problemen wie z.B. Entzugserscheinungen, führen.

      Wenn man also unzufrieden mit der Behandlung ist, gibt es gute Gründe dafür weiteren ärztlichen Rat einzuholen. Ein Allgemeinmediziner kann die Behandlung beginnen, aber für den maximalen Erfolg wird es das Beste sein einen Spezialisten aufzusuchen. Diese Spezialisten sind in diesem Fall Psychiater. Man sollte sie nicht mit Psychotherapeuten verwechseln – die, wie im Allgemeinen behauptet wird, einen dazu bringen auf die Couch zu liegen und über die eigene Kindheit zu reden. Noch sollte man sie mit Psychologen verwechseln. Im Gegensatz zu Psychiatern sind Psychologen keine ausgebildeten Ärzte und dürfen keine Medikamente verschreiben. Psychologen sind normalerweise auf kognitive Verhaltenstherapie spezialisiert, auf die ich noch kurz eingehen werde.

      Ein weit verbreiteter Irrtum, dem sogar einige Ärzte unterliegen, ist es zu unterschätzen wie lange es bei einer Behandlung dauert bis die Symptome von Zwangsstörungen sich vermindern. Obwohl die Behandlung oftmals nur wenige Wochen benötigt um zu wirken, kann es in Einzelfällen auch bis zu drei Monaten dauern. Es ist auch wichtig sich darüber im Klaren zu sein, dass die Behandlung eher darauf abzielt die Schwere der Zwangsstörungen zu reduzieren, anstatt eine vollständige Befreiung von allen Symptomen zu erreichen.

      Obwohl die Reaktionen auf die Versuche das chemische Ungleichgewicht zu korrigieren von Person zu Person erheblich variieren, könnten Cliftons‘ Erfahrungen sich für einige Leser als nützlich erweisen. Für mehrere Monate fand er durch die tägliche Einnahme von 12 mg Inosit Erleichterung. Allerdings verschwand in seinem Fall die positive Wirkung schließlich an dem Punkt an dem er es mit einem Antidepressivum (Prozac) ersetzen musste. Clifton nahm schon 1800 mg Omega 3 wegen anderer medizinischer Probleme ein. Bei Nachforschungen über Zwangsstörungen lernte er, dass Studien Fischöl vorschlagen, das dieselben positiven Effekte haben kann wie Antidepressiva, aber er schob dies beiseite als er bemerkte, dass seine Zwangsstörung, nur mit Fischöl behandelt, ziemlich schlimm blieb. Als er später die Einnahme von Fischöl beendete erkannte er jedoch dessen Vorteile. In Kombination mit dem Antidepressivum waren die Ergebnisse der Bekämpfung der Zwangsstörungen erheblich besser als mit Prozac allein. Untersuchungen behaupten das Fischöl eine Vielzahl an positiven Effekten hat, jedoch kann sogar Fischöl bei einzelnen Personen negative Effekte aufweisen, wie z.B. eine zu hohe Blutverdünnung. Daher empfehle ich bei allen natürlichen Heilmethoden immer auch medizinische Begleitung.

      Bitte seien sie vorsichtig, wenn sie die Behandlung beenden könnten die Symptome in derselben Stärke wie vor der Behandlung zurückkehren. Tatsächlich schrieb Henry A. Virkler, Professor für Psychologie folgendes in der Zeitschrift „The Journal of Psychology and Christianity“ (Ausg. 18, Nr.3, 1999, Seite 269), ich führe dies an, da dies auch zutreffen könnte wenn diese Medikamente genutzt werden um Zwangsstörungen zu behandeln.

        Menschen mit schweren Depressionen, die Antidepressiva zu schnell absetzen könnten ein Wiederauftreten der Depression erfahren und sie könnte auf eine neuerliche Einnahme der Antidepressiva weniger schnell oder umfassend ansprechen als dies bei der erstmaligen Einnahme der Fall war. Gleiches gilt für Menschen mit bipolarer Störung, aktuelle Behandlungsleitlinien verlangen die ständige Einnahme von stimmungsstabilisierenden Medikamenten, da ohne diese jede manische oder depressive Phase dazu tendiert schwerwiegender und schwieriger zu behandeln zu werden.

      Eine Frau teilte folgendes mit mir und gab mir die Erlaubnis es hier anzuführen. Ihre Erfahrung dass Medikamente zwar helfen aber das eigentliche Problem nicht beseitigen ist wie ich glaube ziemlich typisch.

        Ich litt praktisch mein ganzes Leben an Bedenken. Es begann mit blasphemischen Gedanken während der Gottesdienstbesuche als ich 12 Jahre alt war und jetzt bin ich im fortgeschrittenen Alter. Letztendlich bin ich wegen der Schuld nicht mehr zur Kirche gegangen. Ich fühlte mich als wäre ich besessen. Kurz darauf begann ich mir häufig die Hände zu waschen um mich von dieser Schuld „zu reinigen“. Zudem begann ich ständig Dinge zu kontrollieren.

        Im Grunde litt ich still vor mich hin und es vergingen viele Jahre bis zur richtigen Diagnose. Daraufhin wurde mir Prozac und später Zoloft verschrieben. Die Medikamente halfen durchaus ein wenig gegen die Gedanken und die Waschzwänge. Die Gedanken sind nach wie vor da, aber mehr wie ein Hintergrundrauschen und weniger schuldbeladen. Der Waschzwang ist fast vollständig verschwunden und der Kontrollzwang hat sich ebenfalls erheblich verbessert – er kehrt nur in Stressphasen zurück.

        Das Einzige was mich nach wie vor quält ist ein überwältigendes Verantwortungsbewusstsein, genauso wie das Gefühl mich schuldig zu fühlen wenn ich Dinge genieße.

      Natürlich muss sie sich nach wie vor Herausforderungen stellen - Medikamente sind kein Ausweg für Schwächlinge – aber genau wie eine gelegentliche sichere Stellung an einer glatten Felswand zu bekommen, es hilft.

      Seien Sie bitte nicht zögerlich Hilfe anzunehmen. Sie schulden es Gott, die beste Behandlung zu suchen. Für Informationen über rezeptfreie Möglichkeiten ihre Gehirnchemie zu verbessern schauen sie hier Natural Cures for Depression & Anxiety-Related Illnesses..

      Neue Behandlungsmethoden, wie z.B. Tiefenhirnstimulation, werden aktuell getestet Es sind ebenfalls Versuche mit Drogen im Gange die auf die Glutamat Konzentration im Gehirn abzielen, von der angenommen wird, dass sie bei Zwangsstörungen eine Rolle spielt.

      In Fällen die sowohl extrem als auch selten sind wurden bereits Gehirnchirurgie oder Elektroschocktherapie angeregt. Jedoch ist die kognitive Verhaltenstherapie bei Weitem besser belegt und sicherer. Sie wird meist für Menschen mit Zwangsstörung empfohlen, oftmals in Verbindung mit Medikamenten.

      Kognitive Verhaltenstherapie heißt sich selbst, unter professioneller Anleitung, darin zu trainieren die der Störung zugrunde liegende Angst zu mindern. Man kann sich das so vorstellen als ob man ein Gehirnproblem mit einer Neuprogrammierung des Gehirns bekämpft. Das ist dann ein wenig so wie wenn Menschen einen Hirnschaden durch Schlaganfall überwinden, indem Sie sich selbst Fähigkeiten wieder antrainieren.

      Kognitive Verhaltenstherapie wird normalerweise vorsichtig und kontrolliert angewandt, allerdings verlangt die Behandlung sich bewusst der eigenen Angst zu stellen, ohne irgendeine erleichternde Zwangshandlung dagegen auszuführen. So wird für einen Menschen mit Waschzwang beispielsweise der Punkt kommen an dem er sich bewusst die Hände schmutzig machen muss und sie stundenlang nicht waschen soll. Zuerst wird die Angst, die Hände nicht zu waschen, sehr groß sein, aber nach einiger Zeit ohne Waschen wird sich diese Angst Stück für Stück verringern. Damit die Behandlung Wirkung zeigt und anhält muss die Angst lediglich verringert und nicht zwingen gänzlich eliminiert werden.

      Diese direkte Herangehensweise ist für religiöse Zwangsgedanken jedoch ungeschickt. Es ist leicht zu glauben dass man nicht stirbt oder in die Hölle kommt sollte man nicht jeden Tag 30mal die Schlösser kontrollieren. In dem Fall werden sie kognitive Verhaltenstherapie zur Behandlung der irrationalen Angst, die sie spüren wenn sie ihre Zwangshandlungen nicht ausführen, anwenden können. Damit kognitive Verhaltenstherapie funktionieren kann, muss jemand mit Bedenken erst an den Punkt kommen an dem er glaubt dass das Verhalten das ihm Angst macht– wie z.B. unkontrollierbares Fluchen auf Gott oder nicht ausreichende Sündenbekenntnis –niemals seinen Weg mit Gott bedrohen wird. Wenn man zu dieser Überzeugung kommt wird das nicht automatisch die Angst verringern – an diesem Punkt greift die kognitive Verhaltenstherapie an. Da diese Erkenntnis der Ansatz für kognitive Verhaltenstherapie ist, muss sie jedoch zuvor mit anderen Mitteln als kognitiver Verhaltenstherapie erreicht werden. Das macht diese ausführliche Serie von Internetseiten besonders wertvoll.

      Ein weiteres Problem der kognitiven Verhaltenstherapie besteht jedoch dann wenn der Therapeut sie dazu bringen möchte zu üben ihre Angst zu verringern indem sie bewusst blasphemische Gedanken denken. Das ist mit Sicherheit ein Weg des frontalen Angriffs auf jemandes irrationale Angst vor diesen Gedanken, aber es scheint aus christlicher Sicht kaum wünschenswert.

      Die nächste Internetseite in dieser Serie wird ihnen eine christliche Variante der kognitiven Verhaltenstherapie vorstellen, von der ich denke, dass sie sich wesentlich wohler damit fühlen werden.

      scrupulosity

      Ralph teilt seine Erfahrung mit Bedenken:

        Als die ekelhaften Gedanken gegen den Gott den ich liebe erstmals in meinem Kopf tobten, dachte ich, ich wäre „besessen“ oder verrückt. Ich fand mich gegen meinen Willen in der abscheulichsten Weise fluchend gegen Gott. Es war Folter. Ich nahm an, ich wäre der Einzige der je solch ein Problem gehabt hätte. Zu meiner Erleichterung fand ich später heraus dass viele andere ebenfalls unter dieser Krankheit leiden. Das half, ich gehöre mittlerweile einem Chat Room namens „Scrupe Group“ the_scrupe_group-subscribe@yahoogroups.com an. Die Gruppe wurde von einem evangelischen Pastor der ebenfalls unter Bedenken leidet, gegründet. Es hilft wirklich mit diesen Leuten zur reden.

        Zudem habe ich viele Bücher zu dem Thema gelesen. (Details)

        Medikamentöse Behandlung half mir überdies, da Zwangserkrankungen von einem chemischen Ungleichgewicht im Gehirn verursacht werden.

        Ich versuche mir immer wieder klar zu machen, dass es sich um eine Krankheit handelt und dass Gott nicht böse auf mich ist weil ich sie habe. Würde er böse auf jemandem sein der Krebs oder Diabetes hat? Dann ist er auch auf mich, wegen meines Problems, nicht böse. Er weiß dass ich diese fürchterlichen Gedanken und Zweifel hasse.

        Manchmal komme ich an den Punkt zu denken dass Gott nur darauf wartet dass ich etwas falsch mache damit er mich in die Verdammnis schicken kann. Ich muss mich dann immer wieder daran erinnern, dass der Gott der Liebe in Wirklichkeit möchte, dass wir die Ewigkeit mit Ihm verbringen. Ich denke, wenn wir begreifen könnten wie sehr Gott uns liebt würden wir uns nie wieder über irgendetwas sorgen.

        Eine weitere Folge der Bedenken ist es, dass ich den ganzen Tag hindurch darüber nachdenke in welchen Kleinigkeiten ich sündige, und das macht mich wütend. Wenn mich beispielsweise jemand im Verkehr schneidet und ich „Idiot“ vor mich hin murmle, bekomme ich Panik. „Oh nein ich habe gesündigt! Herr vergib mir!“

        Schlimme Gedanken gegen Gott treffen mich besonders dann, wenn ich müde bin oder nichts Bestimmtes tue oder wenn ich nervös bin.

        Ich möchte Gott in allem gefallen was ich tue und es macht mich wütend wenn ich denke, dass mir das nicht gelingt. Ich habe oft das Gefühl ich müsste beten, was normalerweise gut wäre, weil ich Ihm für alles Gute in meinem Leben danke, Großes und Kleines. Aber ich verwende zu viel Zeit um für dies und jenes um Vergebung zu bitten.

        Obwohl das jetzt nicht mehr so ist, habe ich früher oft gedacht ich müsste Jesus immer wieder darum bitten mein Herr und Retter zu sein. „nur noch einmal um sicher zu gehen“. Ich las von einem Mann der das immer und immer wieder tat, Tag für Tag. Schließlich hat sein Pastor ihm gesagt, „Gott hat dich beim ersten Mal gehört!“

        Es ist eine fürchterliche Krankheit erschreckende Zweifel und fürchterliche Gedanken über Gott in meinem Kopf zu haben, aber ich denke es ist das Kreuz das ich tragen muss. Vor einem Jahr war ich kaum in der Lage meinen Alltag zu meistern, aber heute geht es mir ziemlich gut.

        Kürzlich bin ich dem net-burst.com Team beigetreten. Wir erhalten Gebetsanfragen von hilfesuchenden Menschen aus der ganzen Welt und ich habe das Beten für diese Menschen als höchst hilfreich dazu erfahren, den Fokus von meinen eigenen Sorgen auf die Bedürfnisse anderer Menschen hin zu ändern. Es scheint als würden meine eigenen Ängste dabei schrumpfen.

        Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wäre es der, dass wenn ich sterbe Jesus mich mit einer Umarmung empfängt und sagt, „Gut gemacht mein guter und treuer Diener.“

      Wahrheiten um sie zu befreien

      Ich bitte sie sich Folgendes ins Gedächtnis zu rufen:

        * Wir sind moralisch nicht, für die Gedanken oder Bilder die ungewollt in unseren Kopf kommen, verantwortlich. Wir sind genauso wenig schuldig, als es Jesus Schuld war, dass er vom Satan versucht wurde.

        * Bestimmte Gedanken abzulehnen ist moralische gesehen das Gegenteil des Geniesens solcher Gedanken.

        * Egal wie abartig oder derb unsere Gedanken gegenüber Gott sind, normale Christen haben solche Gedanken

        * Falls sie diese Gedanken quälen, ist das Einzige was sie von normalen Christen unterscheidet ihr übertrieben empfindliches und anklagendes Gewissen, das diese Gedanken oder Bilder verursacht um sie zu warnen. Andere Menschen würden begreifen, dass sie für aufdringliche Gedanken nicht verantwortlich sind und daher unbekümmert bleiben.

        * Sollten diese Gedanken wieder auftreten, dann einfach nur deshalb weil sie sie fürchten.

        * Genauso wie es sehr schwierig ist Höhenangst oder die Angst vor Spinnen zu überwinden, so ist es auch mit der Angst vor gottfeindlichen Gedanken. Gott denkt jedoch dasselbe über sie, egal wie erfolgreich oder nicht erfolgreich sie damit sind die Angst zu überwinden – und demzufolge – die Gedanken.

        * Gott ist Liebe. Es ist seine Natur. Damit Gott aufhören könnte sie zu lieben, müsste er aufhören Gott zu sein. Er möchte, dass sie mit ihm die ganze Ewigkeit genießen.

        * Ehrlich, selbstlose Lieb e will immer vergeben. Daher wird der Allmächtige, für den nichts unmöglich ist, ihnen immer vergeben, egal wie derb oder häufig sie sündigen.

        * Seit Jesus für die Sünden der ganzen Welt starb, ist keine Sünde von Gottes Kraft zur Vergebung ausgenommen.

        * Wahre Liebe respektiert die Wünsche der geliebten Person. Es ist keine wahre Liebe, wenn ein Mann eine Frau entführt und sie zwingt seine Frau zu werden, egal wie sehr er auch glaubt sie würde davon profitieren, genauso ist es gegen Gottes Natur jemandem seine Vergebung aufzuzwingen.

        * Da Gott Liebe ist und Jesus zu Tode gefoltert wurde um die Vergebung aller Sünden zu ermöglichen, ist das Einzige was jemanden von Jesus‘ Vergebung abhalten kann Gottes liebende Weigerung, jemandem der nicht will dass Jesus ihm vergibt und seine Sünden wegnimmt, seine Vergebung aufzuzwingen.

        * Wenn sie wollen dass Jesus ihre Sünden wegnimmt und vertrauen darauf dass er vergibt, sind sie nicht nur von Gott geliebt (wie jeder), sondern ihnen ist voll und ganz vergeben. In Gottes Augen sind sie ohne Sünde, egal wie schuldig ihr überempfindliches Gewissen sie spricht. Ihr liebender, vergebender Gott ist ihr Richter, nicht ihr fehlbares Gewissen.

      Wähle das Leben!

      Jemand der der Hypochondrie erlegen ist wird weiterhin glauben krank zu sein, egal was medizinische Tests und Ärzte sagen. Jemand der von der Magersucht in die Knie gezwungen wurde wird weiter glauben dick zu sein, egal was Waagen, Spiegel oder Menschen sagen. Gleichermaßen wird jemand der sich religiösen Zwangsgedanken ergeben hat, weiter glauben schuldig und unverzeihlich zu sein, egal was Gott, die Bibel oder Pastoren sagen. Aber niemand muss diesen Kampf verlieren. Jeder mit religiösen Zwangsgedanken wird weiter unter überwältigenden Schuldgefühlen leiden, aber niemand ist gezwungen seinen/ihren Gefühlen zu glauben. Es ist die Natur dieser Krankheit, dass die Gefühle so stark und beständig sein werden, dass es sich anfühlt als müssten sie wahr sein. Es ist stets viel leichter diesen Gefühlen klein beizugeben und ihnen zu glauben, anstatt lieber der Macht Christi, aber gleich wie überzeugend diese Gefühle auch sein mögen, haben wir immer noch die Wahl an was wir glauben wollen. Wähle das Leben! Entscheiden sie sich für das Klammern an den Glauben an die vergebende Kraft des Einen, der das Leben ist (Johannes 14,6) und der sein Leben für alle ihre Sünden gab.

      Ich empfehle nicht nur das folgend Gebet zu sprechen, sondern die Internetadresse dieser Seite zu speichern damit sie hierher zurückkehren können:

      Im Namen von Jesus, der sein Blut vergossen hat, damit ich das ewige Leben erhalte, ich wiederstehe und verweigere mich jedem Bösen, das mir Zweifel an der unendlichen Liebe und Güte Gottes und an der Kraft von Jesus‘ Opfer zur Vergebung aller Sünden machen will. Ich lasse hiermit alles los was nicht von Gott kommt und gelobe meine Treue für den Herrn Jesus Christus, ihn als meinen Herrn und Retter anzunehmen und verkünde, dass die Kraft seines Opfers stärker ist als alle Sünden die ich jemals begehen könnte.

      Angst mag mich quälen, Herr, aber ich ehre dich dafür, dass du stärker bis als alle ungewollten Gefühle, Zweifel, Sorgen, Schuld, Ängste oder abstoßenden Gedanken. Außerdem hast du versprochen, für diejenigen die dich lieben, alle Dinge zum Guten zu wenden. Ich liebe dich, damit ist dies dein Versprechen für mich.

      Ich danke Dir dafür, dass diese beständige Angst, die mich beunruhigt und verwirrt für mich eine Möglichkeit ist geistlich zu wachsen, genauso wie stetiges Bergauflaufen eine Möglichkeit ist körperlich stärker zu werden. Glaube ist wertvoller als Gold (1 Petrus 1,7) und Glaube kann sich nur in Zeiten entwickeln in denen Gefühle und Umstände dem wiedersprechen was du möchtest, dass ich glaube. Daher danke ich Dir für die Möglichkeit im Glauben zu wachsen. Und ich danke Dir dass, auch wenn es sich aufgrund der Natur der Prüfung so anfühlt als hättest du mich verlassen, du in Wirklichkeit jeden Schritt des Weges bei mir bist. Trotz allem was mich quälen und verwirren könnte, hast du versprochen mich niemals zu verlassen oder aufzugeben (Hebräer 13,5). Unabhängig davon was ich fühle, bleibst Du treu und wahr.

      Du bist Wahrheit und erklärst immer wieder Dinge wie:

        1 Johannes 1,9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. (Lutherbibel, 1984)

      Du hast Recht wenn du sagst, ich betrüge mich selbst und bezichtige dich der Lüge, wenn ich behaupte niemals gesündigt zu haben. Genauso betrüge ich mich selbst und bezichtige dich ein Lügner zu sein, wenn ich, der ich dir meine Sünden bekannt habe und meinen Glauben auf Jesus gesetzt habe, behaupte unverzeihlich zu sein.

      Angst fühlt sich wie ein schuldiges Gewissen an. Das versucht mich dich zu entehren, indem ich die Schlussfolgerung ziehe, dass nur weil ich mich schuldig fühle, du gelogen haben muss als du dieses Versprechen gabst alle zu reinigen die dir ihre Sünden bekennen. Trotz dieser schrecklichen Gefühle erkenne ich dich als meinen Gott an– als meine geistliche Autorität und Quelle der Wahrheit, und nicht meine Gefühle. Wenn du mich im obigen Absatz der heiligen Schrift als gereinigt von jeder Ungerechtigkeit bezeichnest, dann bin ich gereinigt von jeder Ungerechtigkeit, egal was ich durchmache und wie stark ich auch in Versuchung geführt werde etwas Anderes zu denken. Deshalb halte ich mich an deine Wahrheit, mich weigernd dir zu widersprechen, egal welche Gefühle und Zweifel in mir toben.

      Ich kann starke Gefühle die im Widerspruch zu Deiner Wahrheit stehen nicht aufhalten – sogar Jesus wurde versucht –aber ich es bereuen der Versuchung erlegen zu sein diese Gefühle als wahr anerkannt zu haben. Ich bereue so fleischlich zu sein zu denken, dass ein bloßes Gefühl geistliche Wahrheit – eher als dein Wort –anzeigen könnte. Ich habe gesündigt beim Gedanken dass du nicht der Gott der unendlichen Liebe sein könntest und mir deshalb deine Liebe durch Zeichen, Gefühle und Zusicherungen beweisen müsstest. Ich habe Dich beleidigt indem ich solche „Beweise“ verlangte, als wenn du lügen könntest oder nicht liebend wärst, falls deine Wahrheiten nicht zu meinen Gefühlen oder Umständen passen. Von nun an weigere ich mich beständig zu glauben, dass irgendein Gefühl, egal wie stark, andauernd und überzeugend, eine verlässlicherer Quelle der Wahrheit ist als du.

      Der Gerechte wird aus Glauben leben (ähnlicher Wortlaut Habakuk 2,4. Römer 1,17; Galater 3,11; Hebräer 10,38, Lutherbibe, 1984). Deshalb entscheide ich mich im Glauben zu leben, nicht in Gefühlen. Ich wende mich hiermit davon ab, Gefühle oder irgendetwas anderes als dich allein als verlässliche Quelle geistlicher Wahrheit anzuerkennen.

      Die Vollkommenheit der göttlichen Liebe ist dadurch gekennzeichnet, dass du sogar deine schlimmsten Feinde leidenschaftlich liebst; dich inniger sehnst ihnen zu vergeben als ein Mensch je in der Lage wäre sich nach etwas zu sehnen. Du lehnst den Gedanken ab, das qualvolle Opfer deines geliebten Sohnes für die Sünden der ganzen Welt könnte in irgendeiner Weise vergebens gewesen sein. Du willst dass keiner verloren geht. (1 Timotheus 2,3-4; 2 Petrus 3,9; Ezechiel 33,11)

      Du sagst du wirst uns unbegrenzt oft vergeben und dennoch verharre ich in der Angst du könntest müde werden mir vergeben zu wollen, als wenn du ein Heuchler wärst. Die Wahrheit ist dass du mich innig liebst, weit mehr als jeder Mensch jemals sich selbst oder jemand anderen lieben konnte. Getrieben von der unendlichen Liebe sehnst du dich leidenschaftlich danach mir weiterhin zu vergeben und deine Gnade in alle Ewigkeit über mir auszuschütten. Da dies dein brennendes Verlangen ist, das dich sogar bis ans Kreuz getrieben hat, lag ich damit falsch dich jemals in einer Art um Vergebung anzuflehen, als wäre in dir ein Widerwille mir zu vergeben. Du bist begierig zu vergeben; dein Widerwille besteht darin mir Zeichen und Gefühle zu geben, weil mich das geistlich angreifbar macht, indem es eine Abhängigkeit von Hilfsmitteln fördert, die der Betrüger leicht fälschen oder manipulieren kann. Dein Wort verkündet, dass der Glaube, nicht Zeichen und Gefühle, sondern „Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebräer 11,1 Lutherbibel, 1984) ist. Ich bereue dem Teufel in die Hände gespielt zu haben, indem ich nach solchen Dingen Ausschau hielt, statt einfach deine liebende Vergebung anzunehmen. Ich erkenne an, dass Zeichen und Gefühle Werkzeuge des Teufels sind – sein Versuch unseren Blick vom Kreuz und der Verlässlichkeit deines Charakters wegzubringen. Er kann die geistliche Wahrheit nicht angreifen, aber er kann mit Zeichen und Gefühlen spielen. Der Glaube ist unser einziger Schild; unser einziger Schutz gegen seinen Betrug.

      Daher verpflichte ich mich damit dich von nun an zu ehren, indem ich hartnäckig an dir festzuhalte, egal wie viele Zweifel, Ängste, Sorgen, Schuldgefühle und ungewollte Gedanken in mir toben.

      Ich höre jetzt damit auf dich, mit dem Wunsch nach Zeichen, Gefühlen oder Zusicherungen als Beweis dass du jeden liebst und jedem vergibst der im Namen von Jesus Christus zu dir kommt – mich eingeschlossen-, zu beleidigen. Ich gebe alles Bestreben nach diesen Dingen auf. Die Verlässlichkeit deines Charakters ist alles was ich brauche. Ich beschließe von nun an so zu leben wie du alle deine Kinder berufen hast zu leben – einzig durch Glauben und sonst nichts.

      Denk daran:

      Zwangsstörungen (religiöse Zwangsgedanken) sind das Produkt eines überempfindlichen Herzens und ein Verlangen Gott zu gefallen und dennoch empfindet der Leidende typischerweise das genaue Gegenteil, sorgt sich ein verhärtetes Herz zu haben und hat Angst dass er/sie nicht fromm genug ist.

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